Kurz vor der Demo gibt es Streit zwischen NPD und „Freien Kräften“

Gießen bleibt Nazifrei wird mittlerweile von weit über 100 Gruppen und Einzelpersonen unterstützt. Mit unserem Facebookprofil sind mehr als 1.400 FreundInnen verknüpft. Grund genug um mehr als optimistisch auf den 16.7. zu blicken. In der Neonaziszene hingegen scheint sich ein gegenteiliges Bild abzuzeichnen. Dort lässt sich gar ein handfester Streit zwischen den derzeit mobilisierenden „Freien Kräften“ und den eigentlichen Anmeldern – NPD und JN – ausmachen. Der Zwist, über den auch der rennomierte Informationsdienst „blick nach rechts“ berichtet (siehe hier), entzündet sich unter anderem an dem ehemaligen NPD-Kandidaten Manuel Mann.

Manuel Mann genießt in der rechten Szene einen schlechten Ruf. Man sagt ihm unter anderem Spitzeltätigkeit, Geltungsdrang und Verrat nach. Mehrere „Aufklärungstexte“, die vor ihm warnen, kursieren in der Szene. Bei den letzten von ihm angemeldeten Demonstrationen ließen sich dementsprechen nur sehr wenige Rechte blicken. Da die Mobilisierungsseite der Neonazis auf die Internetseite von fn-mittelhessen verweist, die wiederum von Manuel Mann betrieben wird, wie es in Neonaziforen heißt, wollen viele Neonazis garnicht erst anreisen. „Tut mir Leid, aber schon aufgrund diese Person ist Gießen ein – wie sagt man heute – NO-GO“, schreibt etwa der Nutzer AN-WEST in einem Forumsbeitrag.

Aber nicht nur Manuel Mann sorgt im Vorfeld für Ärger. Dass NPD und JN ihre Mobilisierung fast gänzlich eingestellt haben, wurde längst bemerkt. So wird derzeit fast ausschließlich über die Internetseite von fn-mittelhessen mobilisiert. Das sorgt nun für nochmehr Unmut unter den „Freien Kräften“. Was die „Freien Kräfte“ von NPD und JN halten verdeutlicht ein weiteres Kommentar in dem Neonaziforum „thiazi“:
„Um mal eines klarzustellen. Diese Demonstration ist von der NPD angemeldet, richtig?
Aber was meint ihr eigentlich, wer die Mobilisierung vorrantreibt?
Die NPD hat uns FK [Freie Kräfte; die Autorin] gefragt, ob wir die Mobilisierung usw. übernehmen, da die Trottel (in Hessen) zu nichts in der Lage sind!“

Wie sich dies auf die TeilnehmerInnenzahl an der Neonazidemonstration am 16.7. auswirken wird bleibt abzuwarten. Von einem bundesweiten Event scheinen die Neonazis jedoch weit entfernt. Unter den „Freien Kräften“ herrscht nun eher die Angst, dass ein Reinfall dieser Demonstration auf den gesamten „Nationalen Widerstand“ in Hessen bezogen werden könnte und nicht nur auf die NPD.

Unabhängig wie viele Neonazis kommen werden, dafür dass die Demo zum Reinfall wird, werden wir gemeinsam sorgen.

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