Eritreisches Festival am 16.7. und mittelhessische Neonazis rufen zur Jagd auf „Asylanten“ auf

Von dem 15.7. bis zum 17.7.2011 wird in den Gießener Hessenhallen das jährlich stattfindende Treffen der in Europa lebenden Eritreer stattfinden. Erwartet werden 3000 bis 5000 BesucherInnen, von denen viele erst am Samstag, dem Tag der NPD-Demonstration, anreisen werden. Bei der Anreise ist folglich ein Aufeinandertreffen mit gewaltbereiten NPD-AnhängerInnen und gewalttätigen Neonazis aus dem Spektrum der sogenannten Freien Kräfte zu befürchten. Diese Tatsache löste in den vergangenen Tagen kontroverse Diskussionen aus (siehe Gießener Anzeiger vom 29.5.2011).
screenshotBezieht man die jüngsten Beiträge der mittelhessischen Neonaziszene ein, so erscheint die Lage noch problematischer. Unter dem Titel „Bravo Athen!“ wird auf dem Internet-Blog der „Anti-Antifa Wetzlar“, hinter dem Marcel K. steht, unverholen zur Jagd auf MigrantInnen bzw. „Asylanten“, wie es im Text heißt, aufgerufen. Mit Bezug auf rassistische Ausschreitungen in Athen, die explizit als „richtige Reaktion“ und „notwendige Aktion“ bezeichnet werden, ist weiter von „Multikultipest“, „Neger[n]“ und „Abschaum“ die Rede. Der gesamte Blog-Eintrag endet schließlich mit einem Aufruf zu Straftaten: „Asylanten gibt es in jeder Stadt, bildet Banden macht sie …!“. Auf der gleichen Seite wird die NPD-Demonstration in Gießen beworben.
Vor dem Hintergrund dieses Blog-Eintrages im Vorfeld der anstehenden Neonazi-Demonstration und dem möglichen Aufeinandertreffen von BesucherInnen des Eritreischen Festes und gewaltbereiten Neonazis wird die unmittelbare Gefahr, die von dem rechten Aufmarsch ausgeht, überdeutlich.
Gemeinsam werden wir daher am 16.7. den Raum des symbolischen Einspruchs verlassen und den Protest gegen den Neonaziaufmarsch in breiten Massenblockaden auf die Straße tragen!
Gießen bleibt Nazifrei!

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